Durch die Hamburger Speicherstadt

Hamburg - die Stadt, die mit 2.500 Brücken angeblich mehr Brücken als Venedig und Amsterdamm gemeinsam aufzuweisen hat. Und die Stadt, die jede Menge Fleete, Kanäle und sonstige Gewässer hat, die von diesen Brücken überquert werden. Gewässer, auf denen man paddeln kann. Grund genug, der Einladung des Sportvereins VfL Hamburg zu folgen, der am ersten Wochenende im Oktober zur 42. Alster-Grachten-Fahrt rief.

 

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Die Alster-Grachten-Fahrt hat im Vergleich zu anderen Fahrten schon etwas besonderes. Allein die Anfahrt durch die Hamburger Innenstadt zum Vereinsheim (und die dortige

Parkplatzsuche :-) unterscheiden sich deutlich von den meisten anderen Fahrten, die ja oft irgendwo in der freien Landschaft beginnen. Natürlich ist nicht die Fahrt mit dem Auto durch die Stadt das Besondere, sondern vielmehr die Fahrt mit dem Boot. So oft hat der Paddler an sich ja keine Gelegenheit, direkt durch zum Teil historische Stadtteile zu paddeln. Start für die mehrere hundert Teilnehmer ist natürlich der Kanal am Vereinsheim des Vfl. Da dort nicht allzuviel Platz zur Verfügung steht, ist Geduld gefragt - das Einsteigen zieht sich etwas hin.

Los geht es auf den Kanälen und Fleeten an schönen und großen Häusern vorbei Richtung Außenalster. Was schon auf diesem Teil der Strecke auffällt, sind die vielen Kanus und Kajaks, die an den Ufern vor den Häusern liegen. Mal sind sie mit einem Fahrradschloss gesichert und mit Planen abgedeckt unter Bäume und Büsche geschoben, mal liegen sie an oder auf extra angelegten Stegen. Einige der Stege haben sogar einen Kran, um die Boote an den recht steilen Ufern bequem zu Wasser lassen zu können.

 

Schneller als gedacht ist die Außenalster erreicht und wird Richtung Innenalster überquert. Die Innenalster bietet die allseits bekannte Wasserfontaine und einen Rundumblick auf die schönen alten Fassaden der der sie herumgebauten Häuser. Der erste "zwangsweise" Stopp ist dann zwischen den Alsterarkaden und dem Rathaus vor der ersten Schleuse in die Speicherstadt. Natürlich hat eine so große Gruppe von Paddeln die Aufmerksamkeit der Passanten erregt. Während der Wartezeit und während des Schleusens wurden wir interessiert beäugt.

Nach einer kurzen Strecke und einer weiteren Schleuse erwartete uns die nächsten neuen Eindrücke: links ging es in die Speicherstadt, rechts in den Hafen. Auf Anweisung der Wasserschutzpolizei durften wir leider nicht in den Hafen fahren. Ich erinnere mich, dass wir vor zwei Jahren bis an die Rickmer Rickmers heranfahren durften. Nun ja, der Abstecher in die Speicherstadt war auch prima. Mir ist in der Speicherstadt besonders ein Blick auf der Rückfahrt zur Schleuse in Erinnerung geblieben: rechts und links die alten Speicherhäuser, klein und pittoresk - vorraus der Blick auf die große und moderne Elbphilharmonie. das ist doch mal ein deutliches Beispiel dafür, woie Städte leben und sich wandeln.

 

Auf dem Rückweg ging es wieder durch die beiden Schleusen, an den Alsterarkarden vorbei in die Innenalster und auf der anderen Seite der Außenalster als bei der Hinfahrt zum Hamburger Kanu Club zur Mittagspause.

Am Anleger des Hamburger Kanu Clubs war, wie beim Start, wieder gewusel. Begrenzter Platz und jede Menge Paddler, von denen die ersten wieder einsteigen und losfahren und die anderen ankommen und austeigen wollten. An dieser Stelle vielen Dank an die Gastgeber, die die Übersicht behalten und beim Boote tragen und parken geholfen haben.

Nach der Mittagspause gehts auf zum letzten Viertel der Tour. Noch ein kleines Stück Außenalster, vorbei an einer passend geschmückten "Statue" und ein paar Kilometer die Fleete bis zum Vfl.

Das war es schon! 24 wunderbare Kilometer über die Wasserwege von Hamburg. Diese Fahrt wird sicher auch 2015 im Fahrtenprogramm der Wikinger stehen.

 

 

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