Wikinger auf der Unterweser

Ob die frühmittelalterlichen Wikinger je von der Nordsee die Unterweser heraufgefahren sind, ist mir nicht bekannt. Die modernen Wikinger jedenfalls, mit ihrem Heimathafen in Dreye an der Mittelweser, sind dort anzutreffen. Ein jährlich wiederkehrender Anlass ist beispielweise die Harriersansumrundung - inzwischen schon soetwas wie ein Termin mit Tradition im Fahrtenprogramm. Diese Tour bietet viele schöne Eindrücke, die sie von anderen Fahrten unterscheidet.

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Wikipedia weiß zu berichten, dass Harriersand mit etwa elf Kilometern Länge bei einer Fläche von rund sechs km² eine der längsten Flussinseln in Europa ist. Eingerahmt wird die Insel vom westlichen Weserarm, der eigentlichen Weser, und dem östliche Weserarm. Der östliche Arm ist sehr viel schmaler und führt bei Niedrigwasser kaum Wasser. Dieser Bereich ist als Naturschutzgebiet Rechter Nebenarm der Weser unter Schutz gestellt. In den beiden völlig unterschiedlichen zu paddelnden weserarem leigt bereits der erste Reiz. Klein, überschaubar und Naturschutzgebiet gegen große Schifffahrtsstraße.

 

Gestartet wird bei auflaufendem Wasser am Weserstrand Richtung des östlichen Arms, der nun Wasser bekommt und fahrbar wird.

Am Ende des östlichen Arms, kurz nach dem Zusammenfluss mit der "echten" Weser bietet sich ein schöner Pausenplatz, der an diesem Tag auch von anderen Paddlern angelaufen wurde. Am Ufer sitzend, hat man nun von Land aus einen Eindruck von der Breite der Unterweser und sieht die ersten großen Pötte vorbei ziehen.

Anschließend fahren wir an Harriersand entlang. Auf der einen Seite die schönen Sandstrände der Insel, an denen Menschen sonnen, spazieren gehen und auch baden. Auf der anderen Seite ziehen die großen Containerschiffe an uns vorbei. Das ist wirklich beeindruckend!

Hier an der Unterweser, mit seinem regen Schiffverkehr durch große Schiffe (und ich meine wirklich große Schiffe, die Frachtschiffe auf der Mittelweser sind dagegen unbedeutend, deren Kapitäne mögen mir verzeihen!), deutlicher Ströhmung und oft auch noch bemerkenswerten Wellen durch den Wind, ist die Paddelstimmung ganz eigen. Meine erste Fahrt auf der Unterweser vor einigen Jahren hat mich doch recht eingeschüchtert und der vorherschend gebliebene Eindruck war die Anspannung und die Anstrengung. Wem es bis auch so ging wie mir, dem sei gesagt, dass es sich lohnt zum Wiederholungstäter zu werden. Die besondere Atmosphäre, die sich unter anderem aus der Weite und dem direkten Vergleich zwischen kleinem Kajak und großem Schiff ergibt, ist etwas ganz eigenes.

 

Am Ende der 24 km langen Tagestour gibt es zwei Möglichkeiten: nach Hause fahren oder  auf dem Zeltplatz der Insel übernachten. Ein Zeltplatz, der nicht nur Paddlern sondern z.B. auch Radfahrern ans Herz gelegt werden kann. Der Platz ist klein, überschaubar, grün, nicht parzelliert, ohne Wohnwagen als Dauercamper und nur eine kleine Düne vom Strand entfernt. Die sanitären Anlagen sind ausreichend und das Betreiberpaar sehr nett. Für alle die sich angesprochen fühlen, kommt hier der Link: http://www.zeltplatz-harriersand.de

Das ist Industrieromantik!  

 

1. Vorsitzende

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Kommentare: 4
  • #1

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